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Ein deutscher Spezialdrahtweber hat ein Produkt auf den Markt gebracht, das darauf abzielt, diesen Anruf deutlich seltener zu machen. Ihr neues Drahtgeflecht-Förderband verwendet eine Hochtemperaturlegierung – Inconel 601, mit 63 % Nickel und 23 % Chrom – gewebt in einer ausgewogenen Leinwandbindung mit 8 mm Teilung und 2 mm Drahtdurchmesser. Bei unabhängigen Ofentests wurde nach 2.000 Stunden bei 800 °C keine messbare Verformung festgestellt, wobei das Eindringen der Oxidation in die Drahtoberfläche auf nur 0,1 mm begrenzt war. Das Band behielt seine strukturelle Integrität über 500 Thermoschockzyklen bei, bei denen sich die Ofentüren öffneten und schlossen und die Oberflächentemperatur in weniger als 30 Sekunden um 200 °C sank.
Die Webgeometrie trägt ebenso zur Leistung bei wie die Legierung. Ein ausgewogenes Gewebe, bei dem jeder Draht abwechselnd über und unter zwei benachbarten Drähten verläuft, verteilt die Spannung gleichmäßig über die Breite. Die offene Fläche des Bandes von fast 70 % ermöglicht eine freie Zirkulation der Ofengase – entscheidend für eine gleichmäßige Erwärmung der Produktladung. Und die Kantenkonstruktion verwendet eine geschweißte Schlaufenkante, die ein Auflösen verhindert, eine häufige Fehlerursache bei billigeren Geweben.
Der Erfolg dieses hitzebeständigen Drahtbandes verändert bereits die Ofenspezifikationen im Automobilschmiedebereich. Ein deutsches Getriebeteilewerk tauschte seinen standardmäßigen 310S-Edelstahlriemen nach nur 14 Monaten Betriebszeit durch die Inconel-Version aus. Das neue Band läuft jetzt 38 Monate lang mit nur geringfügigem Kantenbeschnitt und überdauert damit zwei große Überholungen des Ofenbrenners. Das Wartungsprotokoll der Anlage zeigt einen Rückgang der bandbedingten Ausfallzeiten von 34 Stunden pro Jahr auf nur noch sechs.
Für größere Ofenlinien – insbesondere solche mit schweren Keramikfliesen oder Sintermetallkomponenten – wird die gleiche Technologie jetzt als Hochleistungs- Drahtförderband mit 6 mm Drahtdurchmesser und 12 mm Teilung angeboten. Diese Version bewältigt Lasten von bis zu 150 kg pro laufendem Meter und behält dabei die gleiche Temperaturbeständigkeit von 800 °C bei. Dabei kommt eine doppelt gewebte Konstruktion zum Einsatz, die für zusätzliche Steifigkeit sorgt, ohne das offene Netz zu beeinträchtigen.
Ein Ofenbetreiber in Italien stellte fest, dass sich der Premiumpreis des Inconel-Bandes – etwa dreimal so hoch wie der eines Standardbandes aus 310S – nach dem ersten vollen Jahr ununterbrochenen Betriebs amortisiert. „Früher hatten wir zwei Riemenwechsel pro Jahr eingeplant“, erzählte er uns. „Jetzt planen wir alle drei Jahre eine solche ein und müssen nicht jedes Mal, wenn eine Verbindung ausfällt, eine Ofenladung entsorgen.“
Angesichts steigender Energiepreise ist die Fähigkeit, Öfen kontinuierlich in Betrieb zu halten, zu einem Wettbewerbsvorteil geworden. Ein Drahtband, das auch bei 800 °C seine Form behält, sieht vielleicht nicht besonders auffällig aus, aber in einer Gießerei ist die Zuverlässigkeit bei diesen Temperaturen jeden Euro wert.

February 08, 2025
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